EthaNa

Pilotierung der ethanolischen nativen Extraktion geschälter Rapssaat

Schematische Darstellung der Verarbeitung von Raps; links herkömmliches Verfahren und rechts nach dem Konzept der ethanolischen, nativen Extraktion (EthaNa Verfahren).

 

Das EthaNa-Verfahren beschreibt die ethanolische native Extraktion von Ölsaaten zur gleichzeitigen Gewinnung von hochwertigem Rapsöl, proteinreichem Extraktionsrückstand sowie hochpreisigen Wertstoffen, wie Sinapinsäure, Tocopherole oder Glycosinolate.


Das Gesamtziel des Projektes ist es, ein Konzept zur Aufbereitung von Raps zu entwickeln. Dabei entwerfen und optimieren die Projektpartner eine neuartige Verfahrensweise, die auf der Verarbeitung geschälter Rapssaat basiert. Das in diesem Projekt untersuchte neuartige Verfahren zum Zellaufschluss, in Kombination mit einer alkoholischen Direktextraktion, ist ein vielversprechender Beitrag um neue Produkte beziehungsweise Produkte mit verbesserten Produktspezifikationen zu erreichen.


Der innovative Ansatz des EthaNa Projektes besteht darin, die geschälte Rapssaat zur Herstellung von Roh- und Wertstoffen aus Raps zu nutzen. Damit soll die Gewinnung der Wertstofffraktionen realisiert werden.


Ein weiteres Ziel ist es, Prozesse für eine Raps-Bioraffinerie am Standort Deutschland zu etablieren. Im Fokus steht die Integration einer alternativen Verarbeitungslinie von Raps, die zukünftig in die vorhandene Infrastruktur bestehender Ölmühlen eingebunden werden kann. Durch die Entwicklung dieses neuartigen Prozesses ergibt sich neben neuen Produkten zusätzlich das Potential zur weltweiten Vermarktung innovativer Verfahren und Anlagen. Weiterhin ermöglichen die entwickelten Prozesse eine deutliche qualitative Verbesserung bisheriger Raps-Produkte. Das erweitert die Verwertung und der Verkaufserlös des Rapses steigt. Als Ergebnis und durch die Isolierung neuartiger Wertstoffe schafft man neue Absatzmärkte für Produkte aus Raps und erreicht eine maßgebliche Steigerung der Wertschöpfung der Ölsaat.

Partner aus der ölsaatenverabeitenden Industrie, dem Apparat- und Anlagenbau sowie der Technologievermarktung arbeiten gemeinsam in dem bis September 2020 laufenden Vorhaben. Das Fraunhofer CBP und B+B Engineering forschen seit 2013 an einem Verfahrenskonzept zur Effizienzverbesserung bei der Rapsverarbeitung.


Im Rahmen des Ethana Projektes gehen erste Prozesseinheiten des Verfahrens im Herbst 2018 in Betrieb. Die Herstellung von Produktmustern an Rapsöl und -kernkonzentrat sind für Ende 2019 geplant. Mustermengen im 100 Kilo bis t Maßstab werden zunächst für weiterführende Untersuchungen und Bewertung der Produktfraktion in der Nahrungsmittel- und Futtermittelindustrie genutzt.

Projekttitel

Ethana - Pilotierung der ethanolischen nativen Extraktion geschälter Rapssaat

 

Projektlaufzeit

01.September 2017 – 31.August 2020

 

Koordinator

  • Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP
  • Dr. Daniela Pufky-Heinrich

 

Kooperationspartner

  • Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB
  • Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV
  • Karlsruher Institut für Technologie KIT
  • Internationale Forschungsgemeinschaft Futtermitteltechnik e.V. IFF
  • B+B engineering GmbH
  • Anhaltinische Verfahrens- und Anlagentechnik GmbH ava GmbH
  • Miccra GmbH
  • VetterTec GmbH
  • C. Thywissen GmbH
  • Technologietransfer und Innovationsförderung Magdeburg GmbH tti

Förderung

„Wir danken dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und dessen Projektträger, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), für die Förderung des Projekts „EthaNa“, Förderkennzeichen 22400517.“