SysWeB – Systematische Identifizierung neuer regionaler Wertschöpfungsnetze der Bioökonomie

Wir erfassen Abfälle und Reststoffe aus der Land- und Ernährungswirtschaft in Mitteldeutschland und untersuchen ihr Potenzial als neue Rohstoffe für die chemische Industrie.

 

Umfrage

Ihre Mitwirkung ist gefragt!

Wir laden Sie herzlich ein, sich an einer aktuellen Umfrage im Rahmen des Projekts SysWeB zu beteiligen. Ziel des Projekts ist es, Reststoffe und Nebenprodukte aus der Land- und Ernährungswirtschaft in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen systematisch zu erfassen und zu analysieren, um deren Potenzial als Ausgangsstoffe für biobasierte Chemikalien zu untersuchen. Mit der Umfrage sollen Informationen über verfügbare Reststoffe in der Region eingeholt werden. Geeignete Reststoffe werden im weiteren Projektverlauf vertieft untersucht und hinsichtlich ihres Potenzials für neue, biobasierte Produkte getestet.

Für Sie kann sich die Teilnahme unmittelbar lohnen

Häufig steckt in vermeintlichen »Abfällen« ein bislang unerschlossenes wirtschaftliches Potenzial. Unternehmen, die sich beteiligen, können auf Wunsch individuelle Rückmeldungen erhalten, wie ihre Rest- und Nebenprodukte künftig wirtschaftlich besser genutzt werden können. Neue Verwertungswege bieten die Chance, Entsorgungskosten zu senken oder zusätzliche Erlöse zu generieren.

Mit Ihrer Teilnahme leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur stärkeren Vernetzung von Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft und regionaler Industrie – und damit zu mehr Wertschöpfung in Mitteldeutschland.

Key Facts

  • Die Beantwortung der Umfrage dauert etwa 20 Minuten.
  • Die Teilnahme ist kostenfrei.
  • Selbstverständlich werden alle Angaben anonym und vertraulich behandelt.
  • Wenn Sie Ihre Kontaktdaten angeben, können im weiteren Verlauf vertiefende Gespräche geführt sowie mögliche Potenziale und Geschäftsideen gemeinsam weiterentwickelt werden.

Wir erfassen Ihre Reststoffe: Arten von Reststoffen;  Mengen, Orte, Häufigkeiten;  Bisherige Nutzung, Entsorgung

Wir analysieren: Chemische Eigenschaften; Industrielle Verwertbarkeit

Wir erstellen: Steckbriefe der Reststoffe;  Empfehlungen zur Verwertung

Herausforderungen

Die langfristige Verzahnung von Agrar-, Lebensmittel- und Chemieindustrie in der Region Mitteldeutschland sind entscheidend auf dem Weg zu einer biobasierten, kreislauforientierten und klimaneutralen Wirtschaft. Etablierten, kleinteiligen Betriebsstrukturen fehlen oft die Ressourcen der Entwicklung und Implementierung größerer Wertschöpfung. Parallel zur Agrar- und Lebensmittelwirtschaft steht die im mitteldeutschen Raum starke Chemieindustrie unter enormen Transformationsdruck: Politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen erfordern eine stärkere Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen und damit die Erschließung einer für die Branche neuen biobasierten Rohstoffbasis.

Ziele und Vorhaben

Zentrale Idee des Projektes ist es die wissenschaftliche Datengrundlage für die Verwertung regionaler Reststoff- und Nebenproduktaufkommen in der chemischen Industrie im mitteldeutschen Raum zu schaffen. Neue Verwertungslinien mit größerer Wertschöpfung von Materialien, die primär nicht für die Ernährung erschließbar sind, werden beschrieben. Hierfür werden Reststoffe und Nebenprodukte entlang der oftmals kleinteiligen Wertschöpfungsketten der Land- und Ernährungswirtschaft quantitativ und qualitativ erfasst. Zunächst werden Primärdaten zu Mengen und Qualitäten regionaler Reststoff- und Nebenproduktmengen aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft erhoben. Die aktuellen Nutzungen, die stofflichen Eigenschaften und Verwertungspotenziale in der chemischen Industrie werden in Steckbriefen zusammengeführt.

Auswirkungen

SysWeB schafft Vernetzung zwischen Akteuren aus Agrar- und Lebensmittelwirtschaft und chemischer Industrie. Auf dieser Basis können weiterführende Projekte zur konkreten Umsetzung der skizzierten regionalen Wertschöpfungsketten angestoßen werden. 

Projektinformationen

Projekttitel

SysWeB – Systematische Identifizierung neuer regionaler Wertschöpfungsnetze der Bioökonomie

 

Projektlaufzeit

September 2025 – August 2027

 

Projektpartner

  • DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH, Leipzig
Assoziierte Partner
  • Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (AMG), Magdeburg
  • Thüringer Ernährungsnetzwerk e.V. (TH-ERN), Jena
  • Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS), Dresden

Förderung

Wir danken dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) für die Förderung des Projekts »SysWeB – Systematische Identifizierung neuer regionaler Wertschöpfungsnetze der Bioökonomie«, Förderkennzeichen 03WIR5317A.