Wir erfassen Abfälle und Reststoffe aus der Land- und Ernährungswirtschaft in Mitteldeutschland und untersuchen ihr Potenzial als neue Rohstoffe für die chemische Industrie.
Wir erfassen Abfälle und Reststoffe aus der Land- und Ernährungswirtschaft in Mitteldeutschland und untersuchen ihr Potenzial als neue Rohstoffe für die chemische Industrie.
Die langfristige Verzahnung von Agrar-, Lebensmittel- und Chemieindustrie in der Region Mitteldeutschland sind entscheidend auf dem Weg zu einer biobasierten, kreislauforientierten und klimaneutralen Wirtschaft. Etablierten, kleinteiligen Betriebsstrukturen fehlen oft die Ressourcen der Entwicklung und Implementierung größerer Wertschöpfung. Parallel zur Agrar- und Lebensmittelwirtschaft steht die im mitteldeutschen Raum starke Chemieindustrie unter enormen Transformationsdruck: Politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen erfordern eine stärkere Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen und damit die Erschließung einer für die Branche neuen biobasierten Rohstoffbasis.
Zentrale Idee des Projektes ist es die wissenschaftliche Datengrundlage für die Verwertung regionaler Reststoff- und Nebenproduktaufkommen in der chemischen Industrie im mitteldeutschen Raum zu schaffen. Neue Verwertungslinien mit größerer Wertschöpfung von Materialien, die primär nicht für die Ernährung erschließbar sind, werden beschrieben. Hierfür werden Reststoffe und Nebenprodukte entlang der oftmals kleinteiligen Wertschöpfungsketten der Land- und Ernährungswirtschaft quantitativ und qualitativ erfasst. Zunächst werden Primärdaten zu Mengen und Qualitäten regionaler Reststoff- und Nebenproduktmengen aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft erhoben. Die aktuellen Nutzungen, die stofflichen Eigenschaften und Verwertungspotenziale in der chemischen Industrie werden in Steckbriefen zusammengeführt.
SysWeB schafft Vernetzung zwischen Akteuren aus Agrar- und Lebensmittelwirtschaft und chemischer Industrie. Auf dieser Basis können weiterführende Projekte zur konkreten Umsetzung der skizzierten regionalen Wertschöpfungsketten angestoßen werden.
SysWeB – Systematische Identifizierung neuer regionaler Wertschöpfungsnetze der Bioökonomie
September 2025 – August 2027
Wir danken dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) für die Förderung des Projekts »SysWeB – Systematische Identifizierung neuer regionaler Wertschöpfungsnetze der Bioökonomie«, Förderkennzeichen 03WIR5317A.