Eignung von Rapskernkonzentrat als Futtermittel
Mit einem optimierten Proteingehalt von über 50 Prozent erreicht das Rapskernkonzentrat den Wert von Sojaextraktionsschrot, während herkömmliches Rapsextraktionsschrot bei nur knapp unter 40 Prozent Protein liegt.
Für Untersuchungen der Eignung von Rapskernkonzentrat für die Tierernährung wurden am Fraunhofer CBP annähernd 40 Kilogramm Rapskernkonzentrat hergestellt, getrocknet und den Projektpartnern für Fütterungsversuche zur Verfügung gestellt. Analysen belegten eines hohen Gehalt an essenziellen Aminosäuren.
Bei Fütterungsversuchen an der Universität Hohenheim legten Küken für die Geflügelmast mit Futtermitteln aus Rapskernkonzentrat gut an Gewicht zu: innerhalb von 21 Tagen von 43 auf 1000 Gramm.
Doch nicht nur der Proteingehalt, sondern auch seine Verfügbarkeit ist ein wichtiges Kriterium. In den Untersuchungen der Universität Hohenheim wies Rapskernkonzentrat eine bessere Proteinverdaulichkeit auf als Rapsextraktionsschrot. Wurde zusätzlich das Enzym Phytase zugesetzt, konnte die Proteinverdaulichkeit des Rapskernkonzentrat-Futtermittels weiter erhöht werden. Das Enzym baut Phytinsäuren ab und setzt dabei Phosphate frei, die damit bioverfügbar werden und in der Folge die Proteinaufnahme im Organismus verbessern.
Die Untersuchungen zeigen, dass Rapskernkonzentrat für den Einsatz als Futtermittel bestens geeignet ist.