Hannover / 20. April 2026 - 24. April 2026
Hannover Messe
Weltleitmesse für die produzierende Industrie
Halle 11, Stand D33
Weltleitmesse für die produzierende Industrie
Halle 11, Stand D33
Die Fraunhofer-Gesellschaft präsentiert sich unter dem Motto »Innovations for our Future« auf der HM26. Verschiedene Fraunhofer-Institute sowie der Fraunhofer-Verbund Materials stellen vom 20. bis 24. April 2026 auf dem Fraunhofer-Stand technologische Innovationen vor. Darüber hinaus ist das Fraunhofer Liaison Office Brasilien zu Gast.
Besuchen Sie uns auf dem Fraunhofer-Stand in Halle 11, Stand D33. Die Expertinnen und Experten freuen sich auf Sie!
Das Fraunhofer IGB präsentiert gemeinsam mit vier anderen Instituten des Fraunhofer-Verbunds MATERIALS innovative und nachhaltige Materialien.
Biobasierte Kunststoffe oder Materialien für die Baubranche und Agrarwirtschaft lassen sich ressourcenschonend und klimafreundlich aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen und bieten zugleich Zugang zu exklusiven Funktionalitäten. Am Fraunhofer IGB nutzen wir die molekulare Diversität biobasierter Bausteine und entwickeln daraus neue Materialien mit spezifischen Funktionsvorteilen, bspw. hochtemperaturstabile Polyamide, biofunktionale und bioabbaubare Veredelungsbänder für den Obstbau, maßgeschneiderte Düngemittel oder modifizierte Dämmplatten auf Wollbasis. Unser Angebot zur Entwicklung von diesen Materialien deckt die gesamte Innovationskette ab: von der Rohstoffauswahl aus Biomasse oder CO2 über die Herstellung und Modifikation bis zur Charakterisierung.
Am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand zeigt das Fraunhofer IGB repräsentative biobasierte Materialien, die mit bioinspirierten Technologien aus biogenen Rest- und Rohstoffen hergestellt wurden. Diese möchten wir mit interessierten Firmenpartnern weiterentwickeln, um die Lücke am Markt für nachhaltige Materialien zu schließen.
Sie suchen einen Partner für die Entwicklung nachhaltigerer Produkte? Kommen Sie mit uns ins Gespräch, um Ihre Roh- und Reststoffe zu analysieren oder neue Materialien für Ihre Anwendungen zu entwickeln.
Caramid-R® und Caramid-S® sind zu 100 % biobasierte Polyamide, hergestellt aus einem Reststoff der Celluloseherstellung: dem Monoterpen (+)-3-Caren. Diese Polyamide haben aufgrund ihrer besonderen chemischen Struktur außergewöhnliche thermische Eigenschaften, die sie für zahlreiche Anwendungsgebiete interessant machen, von Maschinenbau − etwa für Zahnräder − über Sicherheitsglas, Polyamid-Schäume und Sicherheitstextilien bis hin zum Einsatz als chirurgisches Nahtmaterial. Mittlerweile konnten Filamente, Schäume und Kunststoffgläser aus Caramid® erzeugt werden.
Im Projekt Tape2Grape wird ein multifunktionales, biobasiertes und biologisch abbaubares Veredelungsband entwickelt. Mit gezieltem Einsatz von bioaktiven Bestandteilen soll das Gehölz im Heilungsprozess aktiv unterstützt werden. Durch die Bioabbaubarkeit kann das Band nach dem Veredeln im Anbaugebiet verbleiben und verrotten, da es für die Umwelt nicht schädlich ist. Somit stellt Tape2Grape einen wirtschaftlichen und ökologischen Mehrwert im kommerziellen als auch im ökologischen Obstbau dar.
Es besteht ein hoher Bedarf an biobasierten Additiven, um den Anteil an nachwachsenden Rohstoffen in der Kunststoffindustrie zu erhöhen. Am Fraunhofer IGB werden natürliche Biomoleküle gezielt als Additive für Materialien erforscht und angepasst.
HanAkku ist ein vollständig biobasiertes Düngemittel auf Basis von Hanfschäben, das mithilfe von Deep Eutectic Solvents (DES) mit Nährstoffen beladen wird. Dadurch gelangen die Nährstoffe tief in die poröse Struktur und ein Teil bleibt auf der Oberfläche der saugfähigen Biomasse, sodass eine schnelle und langanhaltende Düngewirkung entsteht. Die Zusammensetzung kann je nach Boden- und Pflanzenbedarf angepasst werden, steigert die Nährstoffeffizienz und beugt Überdüngung vor. Zusätzlich verbessert das Material die Humusbildung und dient zeitweise als Wasserspeicher, was die Bodengüte nachhaltig erhöht.
Schafwolle ist in Deutschland ein unterverwerteter Rohstoff, der als Nebenprodukt einer ökologischen Landschaftspflege anfällt. Um die Verwertung dieser Keratinfasern zu verbessern, wurden im Rahmen von SmartFelt neuartige Dämmmaterialien entwickelt, welche verbesserte Eigenschaften für den Baubereich aufweisen und zugleich in hohem Maße biobasiert sind.
Im Projekt SynHydro3 wurde ein biohybrides System entwickelt, das empfindliche Hydrogenasen in Redox-Hydrogelen schützt und so eine H₂‑getriebene Cofaktor-Regenerierung ermöglicht. Die modularen, skalierbaren Hydrogel-Beads sollen O₂‑abhängige Enzymkaskaden mit Wasserstoff betreiben und damit eine ganz neue und nachhaltige Plattform für die chemische Synthese bereitstellen.