Plaquebildung durch grün fluoreszierende HSV1-Viren.
Plaquebildung durch grün fluoreszierende HSV1-Viren.

TheraVision – Plattformtechnologie zur Entwicklung, Herstellung und Testung von Viren zur Tumortherapie

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Virus-basierte Technologien

Im Fokus des Innovationsfelds stehen Konzepte und Lösungen für den Einsatz von Viren und Phagen zur gezielten Anwendung in der Medizin (Prävention, Therapie, Diagnostik) oder Biotechnologie sowie zur biointelligenten Nutzung. Das Leistungsangebot reicht dabei vom Genom-Engineering bis zur Prozessentwicklung im Labormaßstab.

Einen Schwerpunkt bildet das Engineering von Viren zu therapeutischen Wirkstoffen. Onkolytische Viren beispielsweise gelten als Hoffnungsträger in der Krebstherapie. Im Innovationsfeld wurde bereits eine virale Plattform auf Basis von Herpes Simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) entwickelt. Die Fähigkeit von viralen Vektoren/Viren, genetische Informationen in Zellen zu transportieren und dort zu verankern, kann vielfältig genutzt werden, insbesondere für die Zell- und Gentherapie.

Bakteriophagen sind attraktive Alternativen für die Bekämpfung von antibiotikaresistenten Bakterien und technologisch vielfältig einsetzbar, etwa zur Herstellung von Antikörpern, als biointelligente Aktoren und Sensoren in der Fermentation oder beim Abbau von Biofilmen.

Darüber hinaus entwickeln wir Virus-like Particles (Virus-ähnliche Partikel) als Vakzine und zum zielgenauen Drug Delivery.

Arbeitsgebiete und Technologien

  • Engineering therapeutischer Viren
  • Virale Vektoren (Zell- und Gentherapie)
    • Onkolytische Viren
    • Impfstoffe
  • Phagen-Technologie
  • Virus-like Particles
  • Virale Nachweissysteme

Virus-basierte Technologien

 

Therapeutische Viren

Infektionsmechanismen von Viren zu verstehen, sie diagnostisch zu erfassen sowie Ansätze zur gezielten Prävention (Vakzine) und Therapie (onkolytische Viren) zu entwickeln, sind unsere zentrale Anliegen.

Mittels viralem Genom-Engineering konnten wir eine module Virus-Engineering-Plattform etablieren, die sich sowohl zur Entwicklung von Impfstoffen als auch zur Tumorvakzinierung eignet.

 

Virus-ähnliche Partikel

Zur Entwicklung virus-basierter Therapien statten wir Virus-like particles mit Antigenen aus, um sie beispielsweise als Vakzine einsetzen zu können. Ebenso entwickeln wir sie als Vehikel für ein zielgerichtetes »Drug Delivery«.

 

Bakteriophagen

Bakteriophagen sind Viren, die spezifisch und ausschließlich Bakterien zerstören. Sie können u.a. für therapeutische Zwecke, zur bakteriellen Diagnostik und zum Abbau von Biofilmen eingesetzt werden. Wir beschäftigen uns mit dem wegweisenden Thema ihres anwendungsbezogenen Einsatzes zur gezielten Keimreduktion – therapeutisch gegen Karieserreger ebenso wie in technischen Umgebungen.

Viruskultur und molekulare Diagnostik

 

Viruskultur und Virusnachweis

Mit unserer Erfahrung und Infrastruktur bieten wir die Kultivierung und Herstellung ausgewählter Viren an. Zur Charakterisierung und weiteren Untersuchung stehen eine Reihe von Assays zur Verfügung. Ein Spezialgebiet ist das virale Genom-Engineering, mit dem wir Viren für verschiedenste Zwecke maßschneidern.

 

PCR-Technologien

PCR-basierte Technologien bilden die Grundlage zur schnellen Identifizierung und Quantifizierung von Pathogenen. Wir entwickeln vor allem Multiplex-PCR-Systeme zum hochparallelen Nachweis von Pathogenen. Auf ihrer Basis können für Kunden aus Unternehmen, Kliniken und Forschungseinrichtungen Verfahren zur Diagnostik von Viren, Pilzen und Bakterien entwickelt werden.
 

Array-Technologien

Mit langjähriger Erfahrung entwickeln wir auf Nukleinsäuren oder Proteinen beruhende Microarrays als effektive Nachweissysteme für Erreger von Sepsis oder Hautinfektionen, den Nachweis von Resistenzen oder die Diagnose respiratorischer Erkrankungen: vom Sondendesign bis zur Immobilisierung mit Kontaktprintingverfahren.

Weitere Informationen

WasserCheck

Das Fraunhofer IGB und die AQA GmbH haben ein Verfahren entwickelt, das es jedem Haushalt ermöglicht, sein Trinkwasser selbst zu testen.

 

NALFA – Schnelle Detektion pathogener Viren

Für Herpes simplex Virus 1 haben wir einen nukleinsäurebasierten Lateral Flow Assay zur schnellen Vor-Ort-Diagnostik etabliert. Der LFA eignet sich auch für SARS-CoV-2.

Aktuelle Anti-Corona-Projekte

 

Impfstoffentwicklung

CoroVacc – Attenuierter SARS-CoV-2-Impfstoff

Entwicklung eines SARS-CoV-2-Impfstoffs auf Basis von attenuierten Träger-Viren.

Aufgrund einer modularen Herangehensweise durch die Fraunhofer-Institute IGB und IZI kann das Trägervirus mit SARS-CoV-2-spezifischen Antigenen kurzfristig entwickelt und hinsichtlich seiner Impfwirkung getestet werden.

 

 

Virusnachweis

ViProTeFa – Entwicklung und Aufbau einer Virus-Protection-Test-Facility

Die Fraunhofer‑Institute IPA und IGB wollen eine weltweit einzigartige Testeinrichtung zur Qualifizierung von Schutzeinrichtungen und -maßnahmen aufbauen. Ziel ist die standardisierte Prüfung von Ausrüstung und Reinigungsvorgängen und die Erarbeitung eines weithin gültigen Standards bzw. einer Norm.

 

Virusnachweis

AVATOR – Thermische Inaktivierung von Aerosol-getragenen Viren

Eine erhöhte Infektionsgefahr mit SARS‑CoV‑2 geht von Aerosolen aus. Hier setzt das Vorhaben Virus‑Grill an: Durch die Inaktivierung von Viren mittels Erhitzung der Luft soll die Infektionswahrscheinlichkeit über in der Raumluft schwebende Tröpfchen vermindert werden.

 

Virusnachweis

Healthy Air Initiative – Beratungszentrum für gesunde Raumluft

Die »Healthy Air Initiative« zielt darauf ab, Unternehmen schnell und praxisnah wissenschaftlich fundierte Lösungen zur Reduzierung der Virusübertragung durch Aerosole aufzuzeigen. Hierfür werden praktikable Lüftungskonzepte zur Aerosolvermeidung entwickelt und Anlaufstellen zur Beratung geschaffen.

 

Virusdiagnostik

CoSE-Jump Start – Schnelltest für die Eigenanwendung

Corona-Schnelltest für die Eigenanwendung, basierend auf einem amplifikationsfreien Nachweis des SARS-CoV-2-Genoms.

Der SARS-CoV-2-Schnelltest ist so konzipiert, dass er eigenständig durch einen Laienanwender ohne Mitwirkung Dritter durchgeführt werden kann. Damit eignet er sich für Drittweltländer.