ELYDIA – Pflanzenbasierte Endolysine zur Behandlung von Infektionskrankheiten

ELYDIA entwickelt eine Pipeline zur KI-gestützten Entdeckung, pflanzenbasierten Großproduktion (Chloroplasten) und präklinischen Validierung von Endolysinen gegen S. aureus, E. faecium und P. aeruginosa. Ziel ist eine skalierbare, kosteneffiziente und nachhaltige Herstellung sogenannter Chlorolysine.

Bakteriophagen
© Fraunhofer IGB
Plaques durch Bakteriophagen.

Herausforderung

Antimikrobielle Resistenzen nehmen weltweit stark zu, während die Entdeckung klassischer Antibiotika stagniert. Phagen‑Endolysine gelten als präzise antimikrobielle Proteine mit Potenzial, deren breitere Nutzung bislang insbesondere durch begrenzte Wirtsspektren und fehlende, skalierbare Herstellungswege erschwert wird.

Ziele und Vorhaben

ELYDIA verfolgt das Ziel, eine integrierte Pipeline von der KI‑gestützten Identifikation und dem rationalen Protein‑Engineering bis hin zur nachhaltigen, pflanzenbasierten Produktion und präklinischen Prüfung aufzubauen. Das Vorhaben wird gemeinsam mit starken Partnern umgesetzt: dem Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP) sowie dem Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME. Gemeinsam bündeln wir komplementäre Expertisen in pflanzenbasierten Produktionssystemen, der Entdeckung und Entwicklung von Wirkproteinen sowie der Validierung in anwendungsnahen Assays. Im Fokus stehen klinisch relevante Bakterien wie Staphylococcus aureus (einschließlich MRSA), Enterococcus faecium und Pseudomonas aeruginosa.

Anwendungen der Endolysine

Die so entwickelten Endolysine könnten künftig einen wichtigen Beitrag zu präzisionsorientierten antimikrobiellen Anwendungen leisten, etwa in Dermatologie und Wundbehandlung, bei nasaler Dekolonisation, Atemwegsinfektionen oder Biofilm‑Management, sowie in der Veterinärmedizin, der Lebensmittelsicherheit, der Körperpflege und in agrarischen bzw. umweltbezogenen Anwendungsfeldern.

Projektinformationen

Projekttitel

ELYDIA – Pflanzenbasierte Endolysine zur Behandlung von Infektionskrankheiten

 

Projektlaufzeit

Mai 2026 – April 2030

 

Projektpartner

  • Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP), Potsdam-Golm (Koordination)
  • Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, Stuttgart
  • Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie IME, Münster, Aachen

 

Förderung

Das Vorhaben wird im Rahmen des Fraunhofer-Max-Planck-Kooperationsprogramms von der Fraunhofer-Gesellschaft und der Max-Planck-Gesellschaft gefördert.