Trocknung mit überhitztem Wasserdampf

Bei der Produktion, Aufbereitung und Verarbeitung einer Vielzahl von Feststoffen stellt die Trocknung einen wesentlichen Prozessschritt dar. Bei üblichen Trocknungsprozessen mit Luft wird in der Regel ein Großteil der in der gesamten Bearbeitungskette benötigten Energie verbraucht. Das Fraunhofer IGB stellt industriellen Anwendern einen energieeffizienten Prozess bereit, bei dem die Produkte in einer reinen Heißdampfatmosphäre getrocknet werden. Mit dem Verfahren der Trocknung mit überhitztem Dampf kann der Trocknungsprozess wesentlich effizienter gestaltet werden, in Hinblick auf Energieverbrauch, Trockenzeit, Anlagendesign sowie die Rückgewinnung von Wärmeenergie und Wertstoffen. An unseren Anlagen im Labor- und Technikumsmaßstab entwickeln wir im Auftrag für industrielle Anwender produktspezifische Trocknungskonzepte und begleiten sie von ersten Machbarkeitsstudien bis zur Auslegung und dem Bau einer individuellen Anlage für ihren Trocknungsprozess. 

Herausforderungen bei der industriellen Trocknung: Energieeffizienz, Emissionen, Explosionsgefahr

Die Trocknung ist ein wichtiger und häufig eingesetzter Prozess in der Industrie. Bei der Produktion, Aufbereitung oder Verarbeitung von Feststoffen stellt sie einen wesentlichen Prozessschritt dar. Derzeitige Trocknungsprozesse arbeiten mit Heiß- oder Kaltluft.

Hoher Energiebedarf

Herkömmliche Trocknungsprozesse mit Luft verbrauchen in der Regel einen großen Teil der in der gesamten Produktionskette benötigten Energie allein für die Trocknung. Angesichts hoher Energiekosten und der Begrenztheit fossiler Rohstoffe ist das Interesse groß, die für die Trocknung benötigte Energie zu reduzieren und den Umgang mit Ressourcen verantwortungsbewusster zu gestalten.

Emissionen erfordern Abgasaufbereitung

Bei derzeitigen Trocknungsverfahren entstehen zudem umweltbelastende Emissionen: Neben CO2 kann das Abgas flüchtige Basen, Ammoniak, Fettsäuren und Schwefelverbindungen beinhalten, welche häufig auch für Geruchsbelästigungen verantwortlich sind. Um geforderte Emissionsgrenzwerte einhalten zu können, muss daher eine aufwendige Abgasaufbereitung nachgeschaltet werden. Mit dem Abgas gehen auch Wärmeenergie und leichtflüchtige Substanzen verloren, welche im Sinne der Kreislaufwirtschaft auch für andere Anwendungen genutzt werden könnten.

Explosionsgefahr durch Reaktionen mit Luftsauerstoff

Ein weiteres Problem bei luftbasierten Trocknungsprozessen ist die Tatsache, dass explosionsfähige Gemische aus Luftsauerstoff, aufgewirbeltem Staub und/oder Lösungsmitteln entstehen können. Zur Minimierung der Explosionsgefahr sieht der Gesetzgeber Maßnahmen gemäß der ATEX-Leitlinien vor. Diese machen oft komplexe und damit kostenintensive Bau- und Betriebsweisen von Heißlufttrocknungsanlage erforderlich, beispielsweise druckstoßfeste Ausführungen oder Schutzgasbetrieb.

 

Unsere Lösung: Effizientere Trocknung mit überhitztem Dampf

© Fraunhofer IGB
In Trocknungsanlage mit überhitztem Dampf bei Atmosphärendruck getrocknete Lebensmittel.

Das Fraunhofer IGB verfolgt den Ansatz der Trocknung mit überhitztem Wasserdampf bei Atmosphärendruck (superheated steam drying, SHS). Diese Technologie ermöglicht es,  den Energiebedarf drastisch zu senken und gleichzeitig den Prozess zu elektrifizieren: durch effektive Prozessführung und die Möglichkeit die Rückgewinnung bisher nicht genutzter Energie, z. B. von Rest- oder Abwärme, durch Kombination mit einer Wärmepumpe. Das senkt nicht nur den CO2-Fußabdruck, sondern auch die Kosten für den Trocknungsprozess.

Darüber hinaus steigert der Einsatz des innovativen Verfahrens nicht nur die Energieeffizienz, sondern auch die Rohstoff- bzw. Materialeffizienz. Wertvolle flüchtige Verbindungen, die mit der ausgetragenen Feuchte als Dampf abgeführt werden, können kondensiert und aus dem Kondensat zurückgewonnen werden. Mit der Wieder- oder Weiterverwertung dieser Verbindungen erhöht sich die Wertschöpfung.

Vielfältige Einsatzbereiche

Wir haben das Trocknungsverfahren mit industriellen Partnern für verschiedenste Anwendungen erprobt und demonstriert. So konnten wir produktschonend und energiesparend mineralische Rohstoffe, Baumaterialien, organische Dünger sowie Lebensmittel und Futtermittel trocknen.

Systematische Untersuchungen zeigten zudem, dass sich die Dampftrocknung auch zur Hygienisierung von Lebensmitteln eignet.

Das Verfahren der Trocknung mit überhitztem Wasserdampf

In der industriellen Massenproduktion ist der Energieverbrauch eine wichtige wirtschaftliche Größe. Einsparungen können durch Energierückgewinnung, optimierte Prozessführung oder Mehrfachnutzung der Energieströme erzielt werden. Dabei kommt der Trocknung mit überhitztem Wasserdampf besondere Bedeutung zu.

Reduzierter spezifischer Energieverbrauch

Die thermodynamischen Eigenschaften von überhitztem Dampf bieten gegenüber Heißluft einige Vorteile. Die spezifische Wärmekapazität, einer der für die Wärmeübertragung verantwortlichen Faktoren, ist doppelt so hoch wie die von Heißluft (*Wärmeübertragung unter gleichen Bedingungen hinsichtlich Masse und Temperaturunterschied). Zudem ist die Viskosität des Gases bei überhitztem Dampf dreimal niedriger als bei Heißluft. Die Viskosität des Gases ist für den Trocknungsprozess sehr wichtig, da sie die Geschwindigkeit der Gasdiffusion in den Kapillaren des Materials bestimmt. Dabei gilt: je niedriger die Viskosität, desto schneller die Gasdiffusion (Stokes-Einstein-Gleichung). Diese Vorteile tragen unter optimierten Trocknungsbedingungen zu einer Reduzierung des spezifischen Energieverbrauchs um 30 Prozent bei, abhängig von der Kapillarstruktur des Materials.

Durch Energierückgewinnung lässt sich der spezifische Energieverbrauch von SHS-Trocknungsprozessen weiter senken. Dabei kommen drei Optionen in Frage:

  • Kondensation des überschüssigem Dampfs bei Atmosphärendruck: Die Verdampfungsenergie kann – auf einem niedrigeren Temperaturniveau (90–95 °C) – vollständig zurückgewonnen werden.
  • Kopplung mit geschlossener Wärmepumpe: Eine Hochtemperatur-Wärmepumpe wird eingesetzt, um das Temperaturniveau der Kondensationswärme von 90 °C auf etwa 140–160 °C anzuheben und so den Trocknungsprozess mit Energie zu versorgen.
  • Kopplung mit offener Wärmepumpe (mechanical vapor compression): Der überschüssige Dampf wird nicht direkt kondensiert, sondern zunächst auf ein höheres Druckniveau komprimiert. Erst dieser Hochdruckdampf wird kondensiert, um das Trocknungssystem mit Hochtemperaturwärme (140–160 °C) zu versorgen.

Keine Reaktionen mit Sauerstoff

Infolge der Abwesenheit von Luftsauerstoff sind Oxidationsprozesse am Trocknungsgut, welche zur Minderung der Produktqualität führen, ausgeschlossen. Eine Explosionsgefahr, welche die Bau- und Betriebsweise verkompliziert, besteht ebenso wenig.

Rückgewinnung von Energie und flüchtigen Substanzen

Die während des Trocknungsprozesses freiwerdende Verdampfungswärme wird dem System wieder zugeführt. Des Weiteren ist es möglich, mit dieser Kreislaufführung auch im Trocknungsgas freigesetzte volatile Substanzen (Aromastoffe, Lösemittel) zurückzugewinnen, beispielsweise durch Kondensation oder Brüden-Kompression.

Trocknung in der industriellen Produktion

Bei der Produktion, Aufbereitung oder Verarbeitung von Feststoffen stellt die Trocknung meist einen wesentlichen Prozessschritt dar. Dabei benötigt sie in vielen Fällen einen großen Anteil der im Produktionsprozess verbrauchten Energie sowie der benötigen Zeit und des Raumvolumens. Dies ist von Nachteil, zumal die Trocknung oftmals nur ein notwendiger, nicht aber wertschöpfender Teilprozess ist. Sie dient beispielsweise der Konservierung des Trocknungsgutes (Haltbarkeit, Stabilität von Lebensmitteln, Schlämmen, etc.) oder der Gewichtsreduzierung (Abfälle, Baustoffe, Schlämme, etc.). Gegebenenfalls muss auch das enthaltene Wasser zur Vorbereitung nachfolgender Verarbeitungsschrittes entfernt werden (Automobilindustrie, Kunststoffe, Textilindustrie, Lebensmittel, etc.).

Thermodynamik des Trocknungsprozesses

Unter Trocknung wird üblicherweise eine thermische Entfeuchtung verstanden, bei der die Feuchtigkeit durch einen Phasenwechsel von flüssigem Wasser zu Wasserdampf aus dem feuchten Gut entfernt wird. Je höher der Feuchtegehalt des Ausgangsmaterials, umso mehr Energie wird zur Trocknung benötigt. 

Der thermische Trocknungsprozess besteht aus drei wesentlichen Teilprozessen:

  • der Wärmeübertragung von der Umgebung zum Feuchtgut hin,
  • der Phasenumwandlung der Feuchtigkeit und
  • dem Abtransport des entstehenden Dampfes durch Diffusion in die Umgebung.

Neben der Wärmeübertragung spielt bei der Trocknung auch die Stoffübertragung eine wesentliche Rolle. Üblicherweise werden bei industriellen Trocknungsprozessen unterschiedliche Effekte und Verfahren gezielt kombiniert, um für ein spezielles Produkt ein besonders geeignetes Trocknungsergebnis zu erhalten. Die Qualität des einzelnen Produktes mit seinem individuellen Trocknungsverhalten steht dabei immer im Vordergrund und daran muss sich der Prozess orientieren. Essenziell für ein erfolgreiches Trocknungsergebnis ist das Einbeziehen sekundärer verfahrenstechnischer Prozesse wie die Vor- und Nachbehandlung des Produktes, die Fördertechnik und die Strömungsführung.

Stand der Technik

Bei konvektiven Trocknungsverfahren wird die erforderliche thermische Energie mittels Gasstrom zugeführt. Konventionell wird Umgebungsluft durch die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehende Wärme auf eine gewünschte Temperatur gebracht. Im Einzelfall, wenn organische Lösungsmittel entfernt oder extrem zündfähige Feststoffe getrocknet werden sollen, wird die auf Stickstoff basierende inertisierte Kreisgasfahrweise eingesetzt. Die Kosten des Trocknungsverfahrens hängen unmittelbar vom notwendigen Gasmassenstrom und der erforderlichen Trocknungszeit ab; diese bestimmen die Größe des Trockners und der Peripherie.

Der Einsatz von überhitztem Dampf zur Trocknung bietet hervorragende Möglichkeiten, um den Trocknungsprozess im Hinblick auf Trockenzeit, Energieverbrauch und weitere Parameter insbesondere die Produktqualität zu optimieren.

Verfahrensprinzip

Eigenschaften von überhitztem Dampf

Überhitzter Dampf unterscheidet sich im Hinblick auf die Trocknungseigenschaften von normaler Heißluft. Die Wärmekapazität und die Wärmeleitfähigkeit sind höher als bei Luft, sodass deutlich geringere Trocknungszeiten möglich sind. Aufgrund der Abwesenheit von Luft und der geringen Dichte des Dampfes ist außerdem eine schnellere Diffusion bzw. Strömung des Gases zur Produktoberfläche und in die Poren möglich. Dies führt zu einer homogeneren und schnelleren Trocknung des Gutes. Dadurch können die Trocknungsanlagen im Vergleich zu Heißlufttrocknern kompakter und mit geringeren Investitionskosten gebaut werden. Aufgrund der schnelleren Trocknung sind die Wärmeverluste geringer und somit auch der Energieverbrauch und die Betriebskosten. Grundsätzlich ist es möglich, den Überschussdampf weiter zu verwenden, indem die Wärme auf einem hohen Temperaturniveau (100–120 °C) für weitere Prozesse genutzt wird. Durch diese Maßnahme kann eine sehr gute Energieeffizienz im Gesamtenergiekonzept einer Industrieanlage erreicht werden. Brüdenkompressoren können ebenfalls eingesetzt werden, um die spezifische Enthalpie und somit die Temperatur wieder auf ein prozesstechnisch interessantes Niveau anzuheben.

Verfahrensprinzip

Das zu trocknende Material wird in die Atmosphäre aus überhitztem Dampf eingebracht, wo es durch Konvektion mit Wärme versorgt wird und infolgedessen die Feuchtigkeit verdampft. Durch Aufnahme des aus dem Material freigesetzten Wasserdampfs nimmt das Volumen des überhitzten Dampfes zu, während seine Temperatur sinkt, aber nicht in gesättigten Dampf übergeht. Da der überhitzte Dampf in einem geschlossenen Kreislauf rezirkuliert und wiedererwärmt wird, um die Temperatur auf das gewünschte Niveau anzuheben, wird die verdampfte Feuchtigkeit zu überschüssigem Dampf und wird zusammen mit flüchtigen Verbindungen aus der Trockenkammer abgeführt. Im Allgemeinen liegt die Betriebstemperatur bei der Trocknung mit überhitztem Dampf zwischen 130 und 200 °C.

Über den Dichteunterschied grenzt sich die Atmosphäre aus überhitztem Wasserdampf selbst gegen die Luftatmosphäre ab, dies verhindert gleichzeitig ein Nachströmen der Umgebungsluft. Installationen zur Abdichtung der Atmosphären, z. B. Schleusen, sind daher nicht erforderlich. Zur Trocknerbeschickung kann somit ohne Einschränkungen das Transportsystem gewählt werden, das für die Handhabung des jeweiligen Produktes am besten geeignet ist.

Anlagenkonzept

Das System ist nach oben geschlossen, nach unten jedoch atmosphärisch offen. Mit einer gezielten Abscheidung des überschüssigen Dampfs wird die Phasengrenzschicht zwischen überhitztem Wasserdampf und Umgebungsluft kontrolliert, um den Verlust an rückführbarer Energie durch den Austritt des überhitzten Wasserdampfes zu vermeiden. Grundsätzlich ist es möglich, den Überschussdampf, der eine vergleichbare Energiemenge wie die zugeführte latente Wärme enthält, weiterzuverwenden, indem die Wärme auf einem hohen Temperaturniveau über 100 °C für weitere Prozesse genutzt wird. Durch diese Maßnahme kann eine höhere Energieeffizienz im Gesamtenergiekonzept einer Industrieanlage erreicht werden. 

Kopplung mit Wärmepumpe zur Abwärmerückgewinnung

Die Energieeffizienz lässt sich weiter steigern, indem der Trockner mit anderen Prozessen gekoppelt wird, bei denen Abwärme zur Verfügung steht. Der Vorteil von Wasserdampf besteht darin, dass seine Wärmekapazität doppelt so groß ist wie die von Heißluft. Das bedeutet, dass die Wärmeübertragung bei gleicher Masse und gleichem Temperaturunterschied besser ist. Aufgrund dieses thermodynamischen Vorteils kann das System auch mit Technologien zur Abwärmerückgewinnung wie einer Wärmepumpe oder einem organischen Rankine-Zyklus gekoppelt werden.

Vorteile der Trocknung mit überhitztem Dampf auf einen Blick

Der Einsatz von überhitztem Dampf zur Trocknung von Lebensmitteln, Futtermitteln oder biobasierten Roh- und Reststoffen bei atmosphärischem Druck (engl. superheated steam drying, SHSD) bietet viele Vorteile gegenüber konventionellen Verfahren mit Heißluft.

Weniger Oxidationsreaktionen durch sauerstoffarme Atmosphäre

Die sauerstoffarme Atmosphäre verhindert Oxidationsprozesse am Produkt und trägt somit dazu bei, die Produktqualität zu erhalten. Es erfolgt auch keine Degradation von wertvollen Inhaltstoffen wie zum Beispiel Vitaminen.

Produktschonende Trocknung durch kürzere Verweilzeiten

Die thermodynamischen Eigenschaften des Trocknungsmediums (Wasserdampf) ermöglichen eine intensivere Wärme- und Stoffübertragung während des Trocknungsprozesses. Daher können geringere Verweilzeiten als bei herkömmlichen Trocknungsverfahren realisiert werden, sodass Produkte durch die thermische Einwirkung über die Verweildauer weniger geschädigt werden. Sollte der hohe Trocknungsgradient zu unerwünschten Veränderungen in der Materialstruktur führen, kann dies mittels einer volumetrischen Vorwärmung des Produkts mit Mikrowellen vermieden werden.

Rückgewinnung und Valorisierung des Kondensats

Die gezielte Rückgewinnung des Kondensats ermöglicht dessen weitere Nutzung als demineralisiertes Wasser.

Durch das teiloffene Reaktorkonzept bei der Heißdampftrocknung werden zudem leichtflüchtige Substanzen (volatile organic compounds, VOCs), etwa Aromastoffe oder Lösemittel, zusammen mit dem Überschussdampf kondensiert. Diese können anschließend mit Standardprozessen abgetrennt und als recycelte Wertstoffe gewonnen werden. 

Beschickung

Durch das halboffene Anlagenkonzept können alle Fördertechniken eingesetzt bzw. die für das Produkt bestgeeignete Technik gewählt werden (Schwing-, Band- oder Schneckenförderer, Trommel etc.).

Flexible Prozessführung

Die Prozesstemperaturen von über 120 °C führen zu einer Hygienisierung des Trockenguts. Dieser Effekt kann durch die Anpassung der Temperatur und der Trockenzeit gezielt beeinflusst werden.

Vorteile für Bau und Betrieb

Aufgrund der schnelleren Trocknung können die Anlagen energieeffizient und kompakt gebaut werden.

Die Heißdampftrocknung kann als kontinuierlicher Prozess unter Atmosphärendruck gefahren werden, sodass Schleusensysteme entfallen.

Die Abwesenheit von Luftsauerstoff vermindert die Explosionsgefahr, was zu einer deutlich einfacheren Bau-und Betriebsweise führt.

Durch die Kreislaufführung des Trockenmediums und die dampfdichte Hülle des Trockners sind keine Abluftfilter erforderlich. 

Anwendungen und Einsatzgebiete

Beispiele für getrocknete Produkte und Reststoffe: Kalk, Stroh, Couscous, Insektenlarven

Wir haben das Trocknungsverfahren mit Partnern für verschiedenste industrielle Anwendungen erprobt. So konnten wir produktschonend und energiesparend mineralische Rohstoffe, Baumaterialien, organische Dünger sowie Lebensmittel und Futtermittel trocknen. Darüber hinaus haben wir das Trocknungsverfahren in vielen weiteren Projekten eingesetzt, bspw. zur Trocknung von Insektenlarven im Projekt InBiRa.

Systematische Untersuchungen zeigten, dass sich die Dampftrocknung auch zur Hygienisierung von Lebensmitteln eignet.

Weiterentwicklung: Röstung und Torrefizierung

Zusammen mit Industriepartnern entwickeln wir das Verfahren stetig weiter, um den Einsatz von überhitztem Wasserdampf über die Trocknung hinaus auszuweiten und für weitere thermische und thermo-chemische Prozesse zu erschließen. Aufgrund der vielfältigen Vorteile von Prozessen mit überhitztem Wasserdampf konnten wir auch für Anwendungen zur Röstung und Torrefizierung gute Fortschritte erzielen.

Referenzdaten Trocknung

Lebensmittel

Im Bereich der Lebensmitteltrocknung wurden erhebliche Zeiteinsparungen erreicht. Bei Apfelchips wurde die Trocknungszeit von 8 Stunden ohne Qualitätsverluste um 90 Prozent auf 50 Minuten verringert. Auch bei Lebensmittelrohstoffen auf Kartoffelbasis verringerte sich die Trocknungszeit um mehr als 90 Prozent (von 7 Stunden auf 30 Minuten).

Hygienisierung

Anhand systematischer Versuche konnten wir zeigen, dass sich die Trocknung mit überhitztem Wasserdampf auch zur Hygienisierung von Lebensmitteln eignet. Die Keimbelastung künstlich kontaminierter Champignons und Paprikas mit Zellen von E. coli und Bacillus-Endosporen konnte um 7 Log-Stufen reduziert werden. Weitere Produkte, die wir bereits getestet und untersucht haben, sind Teezutaten (z. B. Ingwer und Wacholderbeeren), Bananen, Kaffee- und Kakaobohnen, Fisch und Shrimps, Zwiebeln, Orangenschalen, Nudelteig und zerkleinertes Brot.

Futtermittel

Bei diversen Futtermitteln konnte die Trocknungszeit von 35 Minuten auf 10 Minuten verringert werden. Dabei wurde die Trocknung mit überhitztem Wasserdampf sogar bei einer um 10 °C geringeren Temperatur als die Heißlufttrocknung durchgeführt. Durch die Prozessoptimierung verringert sich auch der Energieverbrauch.

Mineralische Rohstoffe

Bei der Trocknung eines schüttgutförmigen Rohstoffs wurden eine Zeitersparnis von 30 Prozent und eine Energieeinsparung von 40 Prozent im Vergleich zu bestehenden Heißlufttrocknern erreicht. Dies bedeutet wiederum eine Reduzierung der Trockenraumgröße um ein Drittel oder einen entsprechend höheren Durchsatz.

Baumaterialien

Mit einem kontinuierlichen Technikumstrockner war es in ersten Versuchsreihen möglich, die Trockenzeit von 4 – 6 Stunden auf unter 3 Stunden zu reduzieren. Dies entspricht einer Zeitersparnis von 25 – 50 Prozent.

Biogene Reststoffe

Mit einer Reduzierung des Energieverbrauches um über 30 Prozent wurde die Trocknung mit überhitztem Wasserdampf zur Verminderung der Emissionen an klimarelevanten Gasen, wie bei der Klärschlammtrocknung, im Technikumsmaßstab erfolgreich einsetzt. Ammoniak und flüchtige organische Säuren wurden im Kondensat nachgewiesen und als sekundäre Rohstoffe zurückgewonnen, beispielsweise zur Herstellung des mineralischen Düngemittels Natriumsulfat.

Außerdem wurden Untersuchungen von Gärresten, Gülle und Algen zur stofflichen Verwertung mittels Trocknung mit überhitztem Wasserdampf durchgeführt. 

Röstung

Bei der Röstung handelt es sich um eine Wärmebehandlung von pflanzlichen Lebensmitteln wie Nüssen, Kaffee- und Kakaobohnen, Getreide und Malz, bei der grundlegende physikalische und chemische Veränderungen in der Struktur und in der Zusammensetzung auftreten. Diese führen zu einer Bräunung sowie zur Entwicklung der typischen Aromen und Geschmacksrichtungen.

Anwendungsbeispiel Kaffee-Röstung

Bei der Röstung von Kaffee wurde überhitzter Wasserdampf bereits als Röstgas in unserem Vibrationsfließbetttrockner im Technikumsmaßstab eingesetzt und getestet. Durch die Kreislaufführung wurde der Abgasstrom auf das technologisch mögliche Minimum reduziert (50-mal kleinerer Abgasstrom gegenüber der Heißluftröstung) und somit nur das bei der Röstung freigesetzte Gas aus dem Prozess ausgekreist und auskondensiert. Das Kondensat wurde zur Abkühlung der Kaffeebohnen genutzt, um eine unkontrollierte Nachröstung zu verhindern. Da Aromastoffe einschließlich ätherischer Öle im Kondensat nachgewiesen wurden, arbeiten wir zurzeit daran, diese einzelnen Komponenten zu extrahieren.

Um 1 Kilogramm Kaffeebohnen zu rösten, werden rechnerisch 245 W thermische Energie benötigt. Bei der Röstung mit überhitztem Wasserdampf wird dieser theoretische Minimalwert nahezu erreicht. Das Röstverfahren mit überhitztem Wasserdampf wurde patentiert und am Vibrationsfließbetttrockner erfolgreich realisiert.

Torrefizierung

Torrefizierte Buchenholz-Hackschnitzel
© Fraunhofer IGB
Torrefizierung von Buchenholz-Hackschnitzeln mittels überhitztem Wasserdampf

In der Atmosphäre aus überhitztem Wasserdampf und somit unter Sauerstoffabschluss wird holzartiges Material bei Temperaturen von 250 – 300 °C behandelt. Das vorhandene Wasser wird ausgetrieben, danach zersetzt sich zuerst die Hemizellulose und anschließend ein Teil der Cellulose und des Lignins.

Ziele bei der Torrefizierung sind die Erhöhung der massebezogenen Energiedichte und damit des Heizwerts des Rohmaterials, eine Steigerung der Transport- und Lagerfähigkeit, sowie eine Reduzierung des technischen Aufwands bei einem nachfolgenden Zermahlen oder Pelletieren. Das daraus resultierende Produkt gilt als ein idealer Zusatzbrennstoff für Kraftwerke mit Kohlestaubfeuerungen oder als Rohstoff für die biotechnische Raffinerie zur Herstellung von Chemieprodukten. Die flüchtigen Bestandteile, die sich während Torrefizierung entwickeln, können vorsepariert und weiter als Rohstoff für die Herstellung chemischer Grundbausteine verwertet werden.

 

Torrefizierung lignocellulosehaltiger Reststoffe

Für die verbesserte energetische und stoffliche Nutzung lignocellulosehaltiger Biomasse haben wir die Torrefizierung bis zum Pilotmaßstab erfolgreich demonstriert. Die torrefizierte Biomasse ist wasserabweisend und kann als offenes Schüttgut transportiert werden. Aus den flüchtigen Substanzen lassen sich Chemikalien als Ausgangsmaterial für viele andere Industrieprodukte gewinnen.

Leistungsangebot und Zusammenarbeit

Leistungsangebot im Überblick

  • Wissenschaftliche Beurteilung, Beratung, Untersuchungen zu Aufgaben der Trocknung und des Wärmeübergangs
  • Entwicklung eines an Ihre individuellen Bedürfnisse angepassten Anlagenkonzepts
  • Prozessauslegung durch ein interdisziplinäres Team aus den Bereichen Verfahrenstechnik, Maschinenbau, Chemie, Mikrobiologie und Elektrotechnik
  • Machbarkeitsstudien an institutseigenen Labor-, Technikums- und Pilotanlagen
  • Produktbezogene Beurteilung der Trocknung durch umfangreiche Analytik
  • Konstruktive Spezifizierung des Prozesses und der Anlagenkomponenten, u. a. mit der integrierten Kombination aus 3D-CAD-Konstruktion und numerischer Simulation von Strömungen, Wärmeübertragung etc. mit neuester Software
  • Begleitung unserer Kunden von den ersten Voruntersuchungen über die Realisierung der entwickelten Anlagenkonzepte bis zur Inbetriebnahme einer Anlage

 

Zusammenarbeit

Mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet der Dampftrocknung verfügt das Fraunhofer IGB über umfassendes Know-how im Design und Bau von Prototypanlagen zur energieeffizienten Trocknung einer Vielzahl von Produkten – von mineralischen Baustoffen, über Düngemittel, Lebens- und Futtermittel bis hin zu Reststoffen.

Erste Machbarkeitsuntersuchungen mit Ihren Produkten realisieren wir mit unseren stationären oder mobilen Anlagen im Labor- und Technikumsmaßstab, die am Institut für die Entwicklung von Trocknungskonzepten für unterschiedlicher Produkte im Kundenauftrag zur Verfügung stehen. Dies umfasst auch die Ausstattung zur analytischen Bewertung der eingesetzten Verfahren. Eine Übersicht finden Sie im Reiter Ausstattung.

Bei der Entwicklung des industriellen Dampftrocknungsprozesses beraten wir Sie in allen technischen Belangen und begleiten die Umsetzung zusammen mit externen Anbietern. Für die Realisierung der entwickelten Anlagenkonzepte arbeiten wir mit einem Netzwerk qualifizierter Firmen des Maschinen- und Anlagenbaus zusammen. 

Besonderes Augenmerk legen wir auf Maßnahmen zur Energierückgewinnung, z. B. mit einer Wärmepumpe. Dabei können wir durch Modellierung/Simulation die erwarteten Betriebskosten (OPEX) berechnen und so das Energieeinsparpotenzial des geplanten Prozesses vorhersagen.

So begleiten wir industrielle Anwender von der Konzeptentwicklung über die prozesstechnische Auslegung und Anlagenfertigung bis zur Umsetzung der maßgeschneiderten Lösung im Betrieb.

Kommen Sie gerne auf uns zu, wenn Sie 
  • Trocknungsprozesse als Teilschritt in Ihrer Produktion benötigen.
  • Rest- und Abfallströme trocknen wollen, beispielsweise zur Volumenreduktion.
  • Wasser oder werthaltige Inhaltsstoffe bei der Trocknung zurückgewinnen möchten.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre E-Mail. Gerne erörtern wir Ihre Fragestellungen in einem unverbindlichen Erstgespräch und erstellen Ihnen ein individuelles Angebot. 

Ausstattung für Trocknungsuntersuchungen im Kundenauftrag

Zur Demonstration der Trocknungstechnik mit überhitztem Dampf bei Atmosphärendruck und Machbarkeitsstudien im Auftrag für Kunden verfügt das Fraunhofer IGB über stationäre sowie mobile Anlagen im Labor- und Technikumsmaßstab.

Mit den zur Verfügung stehenden Apparaten lassen sich geplante Trocknungsverfahren prüfen und evaluieren. Dabei bestimmt jeweils das Produkt mit seinem speziellen Trocknungsverhalten die Auslegung und Anpassung des Trockners. Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker berechnen und ermitteln in praxisbezogenen Versuchen die richtige Lösung.

Thermogravimetrischer Analyzer (TGA) mit Wasserdampf

  • Materialmenge: max. 1–2 mg
  • Temperatur: 130–500°C
  • Bestimmung Trocknungskinetik
  • Bestimmung Gleichgewicht bei unterschiedlichen Temperaturen
  • Gas: Luft/Dampf/Stickstoff

Batch-Dryer im Technikumsmaßstab für Vergleichsuntersuchungen

Der transportable Labortrockner ist speziell dafür entwickelt worden, um unterschiedlichste Produkte mit Luft oder überhitztem Wasserdampf zu trocknen und die energetischen und qualitativen Unterschiede zwischen beiden Verfahren zu ermitteln. Der Labortrockner ist ausschließlich als halbtechnische Versuchsanlage konzipiert und nicht leistungsorientiert ausgelegt. Durch den mehrteiligen Aufbau ist er einfach zu transportieren.

Bei dieser Anlage ist die Verfahrenstechnik von der Produktkammer getrennt. Dies hat den Vorteil, dass die Trockenkammer und Fördertechnik individuell an das jeweilige Produkt angepasst werden können. Für die unterschiedlichen Einsatzgebiete stehen zwei Trocknungskammern zu Verfügung, die bei Bedarf mit wenigen Handgriffen ausgewechselt werden können.

Technische Daten

  • Materialmenge: max. 1 kg
  • Betriebsdruck: Atmosphärisch (1 bar)
  • Temperatur: 120–220°C
  • Gas: Wasserdampf

Kontinuierlicher Bandtrockner

Der Technikumsbandtrockner bildet die Funktion eines kontinuierlichen Bandtrockners in einem kleineren Maßstab ab. Der Bandtrockner wird als kontinuierlicher Konvektionstrockner betrieben. Das zu trocknende Produkt wird auf einem perforierten Edelstahlband (Förderband) durch das Trocknergehäuse gefördert und hierbei von überhitztem Wasserdampf durchströmt. Er verfügt über vier Trocknungszonen, die unabhängig voneinander geregelt werden können. Parameter wie Verweilzeit, Temperatur und Strömungsgeschwindigkeit lassen sich individuell einstellen.

Mit der Anlage können Trocknungsversuche durchgeführt oder Produkte in Kleinmengen produziert werden. Prinzipiell können alle Produkte getrocknet werden, die auch auf einer Produktionsanlage behandelt werden können. Die erreichbaren Durchsätze hängen in hohem Maße von den Eigenschaften des zu trocknenden Produkts ab. 

Technische Daten

  • Materialmenge: bis 20 kg/h Feedmenge
  • Temperatur: bis 220°C
  • Temperaturzonierung möglich
  • Gas: Wasserdampf

Kontinuierlicher Spiraltrockner

  • Materialmenge: bis 5–10 kg/h Feedmenge
  • Betriebsdruck: Atmosphärisch (1 bar)
  • Temperatur: bis 250°C
  • Gas: Wasserdampf
Anlage zum Trocknen mit überhitztem Dampf
© Fraunhofer IGB
Anlage zum Trocknen mit überhitztem Dampf

Kontinuierlicher Dampf-Sprühtrockner

  • Materialmenge: bis 20–30 kg/h Feedmenge
  • Betriebsdruck: Atmosphärisch (1 bar)
  • Temperatur: bis 220°C
  • Gas: Wasserdampf

Publikationen

Roy, Baharam, Peter Kleine-Möllhoff, Antoine Dalibard (2022) Superheated Steam Torrefaction of Biomass Residues with Valorisation of Platform Chemicals Part—2: Economic Assessment and Commercialisation Opportunities Sustainability 14, no. 4: 2338. https://doi.org/10.3390/su14042338

Roy, Baharam, Peter Kleine-Möllhoff, Antoine Dalibard (2022) Superheated Steam Torrefaction of Biomass Residues with Valorisation of Platform Chemicals—Part 1: Ecological Assessment, Sustainability 14, no. 3: 1212. https://doi.org/10.3390/su14031212

Isemin, Rafail, Natalia Muratova, Sergey Kuzmin, Dmitry Klimov, Vadim Kokh-Tatarenko, Alexander Mikhalev, Oleg Milovanov, Antoine Dalibard, Olayinka Ahmed Ibitowa, Manuel Nowotny et al (2021) Characteristics of Hydrochar and Liquid Products Obtained by Hydrothermal Carbonization and Wet Torrefaction of Poultry Litter in Mixture with Wood Sawdust, Processes 9, no. 11: 2082. https://doi.org/10.3390/pr9112082

Scherer, B., Dalibard, A., Takacs, R., Geier, D. and Becker, T. (2020) Einsatz von überhitztem Wasserdampf als Trocknungsmittel zur Optimierung der Energieeffizienz von Trocknungsprozessen. Chemie Ingenieur Technik, 92: 1270-1271. https://doi.org/10.1002/cite.202055143

Referenzprojekte und Presseinformationen

LowCarbDry –

Strombasierte, energieeffiziente und intelligente Trocknung mit überhitztem Wasserdampf als Beitrag für die Dekarbonisierung in der Industrie

LowCarbDry entwickelt ein strombasiertes Heißdampftrocknungsverfahren (SHS, superheated steam) zur Dekarbonisierung industrieller Trocknungsprozesse. Durch Kombination mit mechanischer Brüdenverdichtung soll der Energiebedarf um den Faktor 2–4 sinken und Wärme/Strom besser gekoppelt werden. Dafür werden SHS-Sprühtrocknung, ein mehrstufiges Verdichtungssystem, modellprädiktive Regelung sowie eine Demonstrationsanlage und ein Scale-up-Konzept umgesetzt.

abonoCARE® –

Materialien und Technologien zur Stickstoffgewinnung aus wässrigen Stoffströmen

Im Wachstumskern »abonoCARE®« haben sich neun kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit sechs Forschungsreinrichtungen zusammengeschlossen, um wirtschaftliche Wertschöpfungsketten für das Nährstoffrecycling aus organischen Reststoffen zu entwickeln und nachhaltige Hochleistungsdüngeprodukte für eine effiziente Landwirtschaft anzubieten. Hierzu werden unterschiedliche Technologien zur Aufarbeitung und Konfektionierung organischer Reststoffe entwickelt.

SteamBio –

Nutzung einheimischer Biomasse zur Herstellung von Rohstoffen für chemische und energetische Anwendungen

In dem vom IGB koordinierten Projekt »SteamBio« wird ein Prozess entwickelt, um Lignocellulose-Materialien, z. B. land- und forstwirtschaftliche Reststoffe, mit mobilen Anlagen lokal in den Regionen, in denen sie anfallen, so zu konditionieren, dass sie vollständig stofflich verwertet sowie optimiert transportiert, gelagert und verwertet werden können. Dies soll durch einen flexiblen Torrefizierungs- und Zerkleinungsprozess mittels überhitztem Wasserdampf geschehen. Elf Projektpartner aus vier europäischen Ländern forschen seit dem 1. Februar 2015 für drei Jahre gemeinsam in diesem herausfordernden Projekt.

Laufzeit: Februar 2015 – Juli 2018

SmartDry –

Qualitätssicherung und Energieeffizienzsteigerung der Trocknung von Lebensmitteln mit überhitztem Dampf durch Fuzzy-Regelung

Die Trocknung von Lebensmitteln mit überhitztem Wasserdampf bei Atmosphärendruck ermöglicht im Vergleich zu herkömmlichen Trocknungstechnologien signifikante Energieeinsparungen. Für die Weiterentwicklung der Technologie zur Marktreife wird ein Messsystem zur Erfassung des aktuellen Produktzustandes und eine darauf aufbauende Steuerung entwickelt. Hierdurch wird auch bei schwankenden Stoffeigenschaften des Trockengutes ein homogener Trocknungsprozess und damit eine gleichbleibende Produktqualität gewährleistet.